Zeit für seine Freunde

Beim Besuch im Goldschmiedehaus erläutert Werner Fische (Mitte) zusammen mit den Helfern Detlef Schreiber (links) und Bodo Kotzomb die Funktion einer chinesischen Tempelfeueruhr

Beim Besuch im Goldschmiedehaus erläutert Werner Fischer (Mitte) zusammen mit den Helfern Detlef Schreiber (links) und Bodo Kotzomb die Funktion einer chinesischen Tempelfeueruhr

Teltower zu Gast in der Partnerstadt Ahlen
Wieder hatten sich mehrere Teltower auf den Weg in ihre Partnerstadt Ahlen (Westfalen) gemacht. Anlass war das 31. Stadtfest, welches Anfang Juli 2016 an drei Tagen gefeiert wurde. Das Besondere an den Festtagen ist immer wieder, dass die präsentierten Programme selten vor drei Uhr enden. Somit ist eine kurze Schlafphase bereits vorprogrammiert. Der Samstag begann dann auch entsprechend zeitig. Bereits am Morgen stand eine interessante Führung durch das Interreligiöse Museum im Goldschmiedehaus Fischer auf dem Programm. Frei nach den Gedanken des Bauherrn: „Jeder Mensch hat sein Profil, sein eigenes Ich. Ein Haus sollte ebenfalls ein Profil haben, erkennbar und unverwechselbar.“, ist bei der Ausführung der Hausfassade so manches interessante Lebensdetail des Goldschmiedemeisters zu entdecken. Hinter der Tür des Hauses in der Oststraße, direkt am Marienplatz auf der sogenannten „Schattenseite“, vermutet man zwar eine Menge Schätze in Gold, jedoch nicht diesen Reichtum an musealen Gegenständen. Eine Sammlung von Exponaten der unterschiedlichen Religionen vom Buddhismus, über das Christentum, Judentum, dem Hinduismus bis zum Islam sind in Vitrinen zu sehen. Aber auch viele Zeitmesser konnten die Besucher aus Teltow und Differdingen, der Partnerstadt in Luxemburg, erspähen. Diese Zeitmesser stellte Werner Fischer humorvoll und mit viel Wissen zu Ursprung und Funktion vor. Dabei hat er die Besucher mit einbezogen, indem er sie selbst an die Zeitmessung am Beispiel der Chinesische Tempelfeueruhr in Gestalt eines Drachens aus dem Jahr 1760 heranließ. Die Zeit verflog für die Besucher fast wie im Flug. Wenn aber jemand gesagt hätte, ich habe keine Zeit, so wäre Fischer damit sehr unzufrieden gewesen. Denn alle haben die gleiche Zeit, sie wird nur anders genutzt. Das unterstützte Reinhard Frank mit seinen Worten: „Wir sind hierher nach Ahle gekommen um Freunde zu besuchen, und da passt der Spruch hierher: Nimm dir Zeit für deine Freunde, sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde.“

Diese Zeit für die Freundschaft wurde auch in den folgenden Stunden gut genutzt. Eine gemeinsame Radtour nach Beckum zeigte neue Horizonte in der Natur auf und am Abend wurde mit allen Fußball geschaut. Dabei, so stellten die Teilnehmer fest, kam das eigentliche Stadtfest bald etwas zu kurz. Auch bevor es auf den Heimweg ging, nahmen sich alle Zeit für ein gemütliches Frühstück und verabschiedeten sich bis auf ein Wiedersehen zum Pöttkes- und Töttkenmarkt im September in Ahlen.

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