Radtour zur Partnerstadt Żagań

Unsere gemischte deutsch-polnische Radlergruppe auf dem Weg nach Żagań

Unsere gemischte deutsch-polnische Radlergruppe auf dem Weg nach Żagań

Nach langer Vorbereitung konnte am Himmelfahrtstag die Radtour in die polnische Partnerstadt Żagań starten.

Mit acht Radlern, darunter einer Frau ging es vom S-Bahnhof Teltow los. Leider vermisste ich den Bürgermeister zur Verabschiedung – und auch ToG-Mitglieder. Das Wetter war mit 12 Grad nicht angenehm, aber man nutzte das Zwiebelprinzip und konnte dem Wetter somit trotzen.

Das erste Ziel war Neu-Lübbenau im Unterspreewald.

Die erste Herberge im Stroh war natürlich eine Herausforderung, denn so dicht aneinander im Hühnerstall zu schlafen, wo doch manche das Schnarchen nicht abstellen konnten, das war einigen recht ungewohnt. Aber Männer schnarchen, um Frauen nachts vor wilden Tieren zu beschützen! Die Verpflegung war gut, vor allem waren die Brötchen die leckersten auf der Tour.

Der 2. Tag bescherte uns den Sonnenschein und es ging in Richtung Guben. Die Landstraßen waren wenig von Autos befahren. Wo Radwege waren, benutzten wir diese auch. Eine Unaufmerksamkeit brachte uns einen Umweg von ca. 6 Kilometern ein. Die erste Rast in Jamlitz war super, auf dem Hinterhof wurden Tische und Stühle für uns parat gestellt, obwohl eigentlich 10 Minuten später die Mittagsruhe dort anstand. Man hat eben ein Herz für Radler!

Danach kam die schönste Route der Etappe und es ging durch die Heide. Man dachte fast, das gibt es nur in der Lüneburger Heide. Ein Abstecher zum Findlingspark wurde demokratisch abgestimmt und war doch sehr sehenswert. Dicke Wolken schreckten uns nicht ab weiterzufahren, doch während der letzten 4 Kilometer musste es noch beginnen zu tröpfeln. Allerdings kamen wir doch noch ziemlich trocken im Landgasthaus an.

Die 3. Etappe führte uns nach Polen. Nach gut 5 Kilometern fuhren wir in Guben bei bestem Sonnenschein über die Grenze und wurden an der ersten Tankstelle von einer polnischen Delegation erwartet, die uns auf dem Weg nach Żagań begleitete. Ich war erstaunt, denn es waren so viele Frauen und nur ein Mann mit den Rädern.

Nach einer netten Begrüßung und Streckenbesprechung ging es auch bald los. Wir überreichten noch bedruckte Westen: So waren wir einheitlich erkennbar. Jetzt waren wir 18 Radler und unser Begleitfahrzeug immer in unserer Nähe.

Wir fuhren auf der Landstraße, doch der Verkehr war erträglich und wir konnten ohne Pannen und Stürze sicher das Ziel Żagań erreichen, wo wir am Schloss erwartet wurden.

Nach Ansprache von Bürgermeister Daniel Marchewka gab es für jeden Teilnehmer ein Gastgeschenk. Das war eine nette Geste.

Der gemütliche teil des Tages war dann der Abend am Lagerfeuer. Mit leckerer Grillwurst und stimmungsvollen Liedern unterhielten uns die Gäste. So gut man konnte, wurden Gespräche geführt, manchmal mit Händen und Füßen.

Nach einem leckeren Frühstück gab es noch ein Kulturprogramm, zunächst rund um die Klosterkirche. Da kamen wir in Räume, die sonst nicht zu betreten sind. Das Schloss war auch sehenswert. Viele Räumlichkeiten sind bereits renoviert. Und zum Schluss besichtigten wir ein Kriegsgefangenenlager vom 2. Weltkrieg. Dieses stimmte uns nachdenklich, da wir den Krieg nicht erlebt haben, seit fast 70 Jahren in Frieden leben und das unseren Kindern und Enkeln ebenfalls wünschen.

Text: Bodo Kotzomb

Foto: Barbara Kamińska

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Europawahl 2014: So wählten die Partnerstädte

Bei den Europawahlen am 25. Mai 2014 wurde die konservative Europäische Volkspartei (EVP) trotz deutlicher Verluste stärkste Kraft. Die EVP, zu der auch CDU und CSU gehören, kommt auf 214 Sitze. Die Sozialdemokraten verlieren ebenfalls und werden als zweitgrößte Fraktion 189 Abgeordnete ins Europaparlament entsenden. Die Liberalen werden als drittstärkste Fraktion mit 65 Abgeordneten vertreten sein. Europaskeptische Parteien sind in vielen Ländern auf dem Vormarsch. Doch wie stimmten Teltow und seine Partnerstädte in Deutschland, Frankreich und Polen ab? Ein Überblick.

 


Teltow (Brandenburg)

Europawahl 2014 TeltowWas den Vergleich mit den Europawahlen von vor fünf Jahren angeht, liegen die Teltower Ergebnisse mehr oder weniger im Bundestrend. Die SPD konnte sich von 25,6 % im Jahr 2009 auf 30,4 % deutlich verbessern und bleibt damit klar stärkste Partei in Teltow. Auf Rang zwei folgt die CDU mit 23,7 %, was eine leichte Verbesserung bedeutet. Größte Wahlsiegerin ist aber die AfD. Sie bekam aus dem Stand 9,0 % der Teltower Stimmen, was noch einmal deutlich mehr ist als der Bundesdurchschnitt.

Klare Verliererin ist wie überall in Deutschland die FDP. Sie stürzte von 10,8 % im Jahr 2009 auf nur noch 2,8 % ab. Ebenfalls auf der Verliererseite steht in Teltow die Linke. Obwohl sie in Gesamtdeutschland ihr Ergebnis von vor fünf Jahren verteidigen konnte, büßte sie in Teltow 4,9 % der Stimmen ein und kommt jetzt nur noch auf 12,9 %. Das entspricht dem landesweiten Trend in Brandenburg, wo die Linke 2009 noch stärkste Kraft geworden war und sich nun mit Platz drei zufriedengeben muss. Auch die Grünen mussten Verluste von knapp zwei Prozent hinnehmen, bleiben aber mit 11,3 % zweistellig. Continue reading

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Wir vermissen Gisela Greiner

Exif_JPEG_PICTUREDie kleine Friedhofskapelle am Weinbergsweg war am 23. Mai viel zu klein, um allen Anwesenden Platz zu bieten, die an der Trauerfeier teilnehmen wollten. Anfang des Monats hatte uns unsere Freundin und Beraterin Gisela Greiner nach einem langen und mutigen Kampf gegen ihre heimtückische Krankheit verlassen. Nun galt es, im Kreis ihrer Angehörigen, Freunde und Mitstreiter von ihr Abschied zu nehmen. Gekommen waren zahlreiche Trauergäste, und zwar nicht nur aus Teltow.

Neben Heinz Vietze, einem alten Freund aus DDR-Zeiten, der eine bewegende Grabrede hielt, waren auch etliche bekannte Gesichter, die vor einer längeren Anreise nicht zurückgeschreckt hatten. Aus der Partnerstadt Ahlen hatte es zum Beispiel Mechthild Massin für „unbedingt nötig“ gehalten, anwesend zu sein. Ebenso der ehemalige Vertreter der Frente Polisario in Deutschland, Jamal Zakari, der aus seinem aktuellen Amtssitz in Brüssel extra anreiste. Durch seine Anwesenheit – gemeinsam mit seinem Nachfolger Mohamed El Mamun – wollte Zakari Giselas enormen Verdienst unterstreichen, die sich unermüdlich für die in Teltow aufgenommenen Sahraoui-Kinder Jahr für Jahr eingesetzt hatte.

So wundert es auch nicht, dass in der Friedhofskapelle rund um Giselas Porträt etwa 80 Gestecke und Sträuße zu einem einzigen, gewaltigen Blumenmeer wurden.

Gisela war nicht etwa erst seit der Gründung des Vereins „Teltow ohne Grenzen“ in der Partnerschaftsarbeit aktiv. Schon Jahre zuvor, seit 1996 nämlich, war sie eine wesentliche treibende Kraft des früheren Partnerschaftskomitees gewesen. Wie oft hatte sie da schon ihre Tür aufgemacht und ihr Wohnzimmer zur Versammlungsstätte gemacht, damit die Komiteemitglieder überhaupt im Trockenen beraten können! Und Gisela war es auch, die immer vorausschauend und kritisch auf uns schaute. Nicht selten erhob sie einen mal lobenden, mal mahnenden Finger, um uns immer wieder vor Augen zu führen, dass sich ein Verein wie „Teltow ohne Grenzen“ nie dem eigenen Erfolg sondern immer nur dem allgemeinen Wohl unserer Mitbürger verpflichtet zu fühlen hat.

Gisela, wir werden Dich vermissen.

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Maifest mit französischen Partnern

Kaum waren unsere Ahlener Freunde nach Abschluss des Kirschblütenfestes nach Hause gefahren, schon meldeten sich in Teltow neue Besucher: Anlass war jetzt das Volksfest am 1. Mai im August-Mattausch-Bürgerpark.
Dank einer vorzüglichen Organisation seitens Petrus gab es lediglich einen kleinen erfrischenden Schauer zu Mittag. Ansonsten sorgte eine immer stärker strahlende Sonne für eine gelungene Feststimmung auf dem gesamten Gelände.

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Diverse Veranstaltungen auf und vor der Bühne sorgten bei Groß und Klein für pausenlose Unterhaltung und Kurzweile. Einen der Höhepunkte des Tages verdanken wir dem Besuch unseres Freundes Mohamed El Mamun Ahmed Brahim, Vertreter in Deutschland der Fronte Polisario.

Talkrunde Maifest

Talkrunde Maifest

In einer Talkrunde konnte er – gemeinsam mit Serge Le Bret (Vizepräsident des Partnerschaftskomitees aus Gonfreville l’Orcher) – die aktuelle Lage der Sarahoui-Flüchtlinge erläutern und seine Enttäuschung gegenüber der passiven UNO-Haltung zum Ausdruck bringen.

Am Stand unserer französischen Partner aus Gonfreville riss indes die Nachfrage nach den verschiedenen französischen Wein- und Käsesorten nicht ab.

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Nach diesem für alle Beteiligten anstrengenden Tag war am 2. Mai Entspannung angesagt. Eine kurze Fahrt mit dem günstigen Bus X1 führte die Gruppe aus Franzosen, Ahlenern und Teltowern nach Potsdam. Am Fortunaportal erwarteten uns Hans-Peter und Moritz Goetz. Unser Landtagsabgeordnete sorgte für einen lebhaften und fachmännisch kommentierten Rundgang durch das Haus des Brandenburgischen Volkes. Unterstützt wurde er dabei durch Moritz, der die Worte seines Vaters ins Französische übersetzte. Insgesamt eine reife Leistung unserer Gastgeber!

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So verging der Aufenthalt unserer Gäste wie im Fluge und alle Beteiligten waren sich sicher, nächstes Jahr wieder am Volksfest teilnehmen zu wollen.

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Ahlener Gäste auf dem Kirschblütenfest

Kirschblütenfest 2014 (18)Mit 15 Gästen war in diesem Jahr eine deutlich größere Delegation aus der Partnerstadt Ahlen zum 13. Kirschblütenfest nach Teltow gekommen. Bereits am Samstag, also einen Tag vor dem Fest, reisten sie an. Rund die Hälfte der Gäste waren erstmalig in unserer Stadt, so dass es sich anbot, zunächst eine Stadtbesichtigung vorzunehmen. Hermann Lamprecht, erfahrener Stadtführer und mehreren auch als Alter Fritz bekannt, übernahm gern diese Aufgabe. Rund um den Marktplatz wurden die Schätze Teltows gezeigt und Entwicklungspotenziale erwähnt.

Zum eigentlichen Fest, dem Japanischen Kirschblütenfest auf dem ehemaligen Mauerweg, kamen wieder tausende Besucher. Zu den vielen Ständen gesellte sich auch der des Vereins „Teltow ohne Grenzen“ mit den Gästen aus Ahlen. Acht Stunden harter Arbeit standen bevor und wurden meisterlich überwunden. Viele Gespräche fanden statt und so mancher gute Happen (Mammutkuchen, Münsterländer Mettwurst, Schmalzstulle) und auch guter Schluck ging von Hand zu Hand. Die Ahlener waren vom Fest begeistert und haben die Absicht, auch im kommenden Jahr wieder unter Kirschblüten zu verweilen.

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10. Frühling des Ahlener Städtepartnerschaftsvereins

Ahlen 10 Jahre SPVAus Anlass seines 10-jährigen Bestehens hatte der Ahlener Verein für Städtepartnerschaften zu einem Festakt am letzten März-Wochenende eingeladen. Unter der Leitung vom Vorsitzenden Alain Gamper – von seiner Gattin begleitet – fuhren am Freitag die verdienstvollen Macher der ersten Stunde ins Münsterland: Gemeint sind Hans-Jürgen Brauer und Eberhard Derlig. Empfangen wurden die Delegationen aus dem luxemburgischen Differdingen, Berlin-Schöneberg und Teltow im nagelneuen Parkbad, einem Objekt, worauf die Ahlener zu Recht stolz sein dürfen: Neben einem 25m-Becken bietet die Einrichtung eine vielfältige Saunalandschaft sowie zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsumkleidestellen. Selbstverständlich ist der gesamte Bau auf dem neuesten Stand der Technik. Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit wurden hier groß geschrieben. Selbst ein Parkbad-Bistro steht im bunt beleuchteten Glasfoyer zur Verfügung und bot den angereisten Delegationen seine lukullischen Leckereien an. Anschließend blieb noch Zeit genug für ein paar mehr oder weniger alkoholhaltige Erfrischungen in einer der urigen Gaststätten unserer gastfreundlichen Partnerstadt.

Der Frühling erwartete uns am Sonnabend schon beim Frühstück in seinem schönsten Gewand. Und so warteten alle ungeduldig auf die Ereignisse des Tages. Rund 25 Teilnehmer starteten auch bald einen Boßel-Wettkampf über Feldwege der Ahlener Vorstadt. Im Nu meisterten alle die Technik, mit welcher die schwere Holzkugel möglichst weit und präzise geworfen werden muss. Und nach 2 ½ Stunden machte das verdiente 2:2 Ergebnis aus allen Mitstreitern glückliche Gewinner.

Doch die zentrale Veranstaltung wartete noch auf uns. Das Haus Wibbelt öffnete für uns sein Scheunencafé. Und es begann ein zwar langer aber bei weitem nicht langweiliger Abend. Mehrere lokale kulturelle Einlagen brachten den Nicht-Ahlenern Lustiges und Wissenswertes über das Münsterland bei. Zwischendurch wurden ein paar Gratulationsreden vorgetragen (Zur Ansprache des Teltower Vereinsvorsitzenden unten klicken!). Ein reichhaltiges Essen durfte ebenso wenig fehlen wie die Übergabe zahlreicher Geschenke. Und ganz nebenbei entstanden dabei viele zukunftsträchtige Kontakte.

Nach einer zweiten Nacht in Privatquartieren, dem besten Mittel für die Festigung von echten freundschaftlichen Beziehungen, ließen uns unsere Ahlener Freunde nicht so ohne weiteres nach Hause fahren. Da feierte nämlich der „Heimat-Förderkreis für westfälische Traditionen“ sein 40. Jubiläum.  Für uns eine weitere Gelegenheit, alte und neue Kontakte zu pflegen und – nicht zuletzt – uns von dem enthusiastischen Einsatz des Kinder- und Jugendblasorchesters begeistern zu lassen.

Alles in allem: ein lehrreiches, sehr abwechslungsreiches und zukunftsweisendes Wochenende im Kreise lieber Freunde!

10 Jahre Ahlener Städtepartnerschaftsverein Ansprache Alai…

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Vorstand wiedergewählt

ToG-Logo20 Mitglieder von insgesamt 32 fanden sich am 27.3.2014 in der Gaststätte McHartung zur Jahreshauptversammlung ein. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Vorstand im Amt bestätigt: Alain Gamper zum ersten Vorsitzenden, Carola Fanter zur zweiten Vorsitzenden, Elke Derlig zur Schatzmeisterin, zum Kultur- und Sportkoordinator Eberhard Derlig und zum Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit Reinhard Frank.

Der Verein hat auch im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet und war sehr aktiv – in zahlreichen Treffen wurde Städtepartnerschaft „gelebt“.

Veränderungen werden aber auf ihn zukommen: Der langjährige Vorsitzende Alain Gamper hat erklärt, dass dies aus gesundheitlichen und weiteren Gründen seine letzte Amtszeit sein werde. Einen ebenso ausdauernden und engagierten Nachfolger zu finden, wird sehr schwer werden.

Im März war eine Abordnung von Teltow ohne Grenzen zu Besuch bei unseren Ahlener Freunden und gratulierte zum 10jährigen Bestehen des dortigen Vereins für Städtepartnerschaft.

In den kommenden Wochen stehen für die Teltower u.a. Kirschblütenfest, Volksfest 1. Mai mit Vereinsständen und eine Radtour nach Żagań an. Alle weiteren Termine für 2014 finden Sie hier.

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Mit dem Rad nach Żagań

Etwa 210 Kilometer trennen die Partnerstädte Teltow und Żagań voneinander. Mit dem Auto überbrückt man diese Strecke in zwei Stunden. Dass es auch beschaulicher gehen kann, das will der Verein „Teltow ohne Grenzen“ im kommenden Jahr zeigen. Dazu wird gegenwärtig eine Tour mit Fahrrad geplant und vorbereitet. Dazu hat sich Bodo Kotzomb sozusagen den Hut aufgesetzt. Er war es, der im Jahr 2012 mit dem Fahrrad bereits die französische Partnerstadt Gonfreville l’Orcher per Rad besucht hat. Und das waren 1200 Kilometer. Bodo Kotzomb (7)Diese Strecke bewältigte er innerhalb von elf Tagen. Nach Żagań soll es schneller gehen. Steht doch nur die Zeit vom 29. Mai, dem Himmelfahrtstag, bis 1. Juni 2014 zur Verfügung. Die Gesamtstrecke wird in Tagesetappen von jeweils 70 Kilometer aufgeteilt, so dass drei Tage für die Fahrt geplant sind und der Sonntag zur Stadtbesichtigung und den Rückweg per Bahn genutzt werden. Unterwegs wird es einen Halt in Neu Lübbenau und in der Nähe von Guben geben. Die Tour oder mindestens die dritte Etappe davon möchten die Amateur-Radler aus Teltow dann mit ihren polnischen Partnern bewältigen. An dieser deutsch-polnischen Tour sollen nicht nur Mitglieder des Vereins teilnehmen sondern auch andere Interessierte. Wer Lust hat, auf diese Tour mitzukommen und Sport, Völkerverständigung und Vereinsleben mitzuerleben, der kann sich bei Bodo Kotzomb melden.

Tel: 03328 471245

Für weitere Fragen stehen wir gern zur Verfügung

 

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Alte und neue Freunde zum Stadtfest

Nachdem von Teltow aus diverse Delegationen die drei Partnerstädte Gonfreville l’Orcher, Ahlen und Żagań im Laufe des Septembers besucht hatten, waren wir schließlich an der Reihe, Vertreter aus unseren drei Partnergemeinden hier in Teltow zu empfangen. Den Anlass bot natürlich das Teltower Stadtfest.

Als Bürgermeister Thomas Schmidt den Bieranstich am Donnerstag (3. Oktober) vollführte, hatten einige offizielle Vertreter der drei Schwesterstädte den Weg nach Teltow schon gefunden. Und die Vorsitzende des Żagańer Partnerschaftsvereins Alicja Wolska nutzte aus, dass sie im Vorfeld ihrer Ausstellung ihre Werke zu uns brachte, um der Zeremonie beizuwohnen.

Bieranstich

Bürgermeister Schmidt (Teltow), Ruhmöller (Ahlen) und Marchewka (Żagań) beim Bieranstich

Die Delegationen aus den Partnerschaftsvereinen reisten erst am Freitagabend an: Die meisten von Ihnen hatten sich aufgrund ihrer Arbeitsverhältnisse nicht früher in der Woche befreien können.

Und so meldeten sich am Freitag nacheinander etwas mehr als 20 Freunde aus Polen und Frankreich. Leider hatten unsere Ahlener Partner das Teltower Stadtfest 2013 nicht in ihr Jahresprogramm aufgenommen.

Ein Wort zur Stärke der französischen Delegation (17 Mitglieder): Die Stadt Gonfreville l’Orcher besitzt in Magland (französische Alpen) ein Ferienlager. Das Haus wird für Aufenthalte von Kindern, Jugendlichen oder auch Senioren aus Gonfreville genutzt. Dort werden auch zahlreiche Begegnungen organisiert, so zum Beispiel seit vielen Jahren zwischen Kindern aus Teltow, Gonfreville, der West-Sahara und weiteren Nationen. Ein solches Treffen war im Juni das Internationale Jugend-Fussballturnier mit 12 Mannschaften, darunter einem Team vom TFV. Organisiert war dieses Turnier durch die städtischen Sportabteilungen der Gemeinden Gonfreville und Magland, die für den Empfang der auswärtigen Kinder das oben erwähnte Ferienlager nutzten.

Aus Gesprächen am Rande dieses Treffens ergab sich, dass die Gastgeber weder Teltow noch die deutsche Hauptstadt kannten, obwohl sie seit langer Zeit die Teltower Kinder betreuen. Und so entstand die Idee eines Kennenlern-Wochenendes.

Für unsere 12 Gäste aus Gonfreville und Żagań konnten wir noch Privatquartiere organisieren. Dafür seien an dieser Stelle alle Familien gedankt, die ein Bett mit Frühstück angeboten haben. Unsere 9 „Maglanchards“ konnten wir leider nicht im gleichen privaten Rahmen unterbringen. Dies wurde ein Fall für den „Ruhlsdorfer Hof“ der Familie Mohrmann. Auch hier vielen Dank!

Am Freitagabend (4. Oktober) war es also so weit und wir konnten unsere Gäste aus Magland in Berlin-Schönefeld abholen. Am Sonnabend hatten sie zunächst Zeit, die Altstadt zu entdecken, gute Gelegenheit für sie, sich über das föderalistische System Deutschlands und die brandenburgische Wahlordnung zu informieren.

Ein zentraler Punkt der partnerschaftlichen Begegnungen an diesem Wochenende war dann die Vernissage der Werke der polnischen Malerin Alicja Wolska. Neben der Laudatio von Hans-Jürgen Brauer sorgten perfekt vorgetragene Chopin-Lieder für die richtige Stimmung im Bürgerhaus.

Berlinbesuch (27)

Gruppenbild vor dem Reichstag in Berlin

Ein ausgedehnter Spaziergang entlang des Zeppelinufers ergab anschließend den Rahmen nicht nur für skurrile Fotos. Die ausgestellten Mauerteile waren zugleich der Anlass zu unendlichen Fragen über die Mauer, die Lebensbedingungen in der DDR uvm.

Bis zur Oderstraße waren es nur noch wenige Schritte. Und es war gut so, denn der „Industriemuseum Region Teltow e.V.“ hatte zu einer Sonderführung eingeladen. Unter der fachkundigen Leitung von Lothar Starke und Norbert Gölitzer entdeckten wir alle gemeinsam die unglaublich vielfältigen Facetten der industriellen Entwicklung unserer nahen Region, nicht nur für unsere Gäste eine wahre Offenbarung! Zum Abschluss der Veranstaltung durften wir vor Ort warme Kost aus der Küche unseres Sponsors McHartung zu uns nehmen.

Nach diesem gehaltvollen Tag war es endlich Zeit für Entspannung: Das Stadtfest wartete.
Bildergalerie zum Teltower Stadtfest 2013

 

>>Zur Bildergalerie zum Teltower Stadtfest 2013

 

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Austauschreisen in allen Richtungen

September: traditionell ist er DER Monat, in welchem hochrangige gesellschaftliche Ereignisse an allen Ecken des Netzwerks der Partnerstädte Teltows aufeinander folgen. Bei den Bürgern aller vier betroffenen Gemeinden lässt er offenbar den Drang verspüren, sich gegenseitig zu besuchen.

 

Teil I – „Fête de la Ville“ in Gonfreville l’Orcher

 

Gonfreville hatte zum jährlichen Stadtfest eingeladen. Demnach mussten die Teltower schon am 30. August rund 1200 Kilometer überwinden, um die offizielle Eröffnung des Festes am letzten Augusttag nicht zu verpassen.

Gonfreville 2013 (16)Zum Glück ist schon allein die Reise dorthin – an der Ärmelkanalküste entlang – ein einmaliges Erlebnis, liegen doch zeitweise die südenglischen Felswandküsten fast zum Greifen nah.

Die Quartiere in Familien erweisen sich wieder einmal als eine ideale Gelegenheit, Land und Leute auf schnellstem Wege kennen zu lernen bzw. bereits bestehende Freundschaften zu pflegen und zu vertiefen. Und so dauert hier und da das gemeinsame Frühstück etwas länger als geplant…

Doch französische Lebensart und eine Prise Toleranz sorgen für entspannte Stimmung in allen Lebenslagen. Und bald sorgen zahlreiche hilfsbereite Hände für einen blitzschnellen Aufbau der Stände auf dem Festgelände vor dem Multimedia-Kulturzentrum der normannischen Kleinstadt.

Im Laufe des Nachmittags schlängelt sich plötzlich eine lautstarke Kolonne deutschsprechender Menschen durch die bunten Stände. Eine Premiere steht nämlich an: Vor den erstaunten Gonfrevillern, der Presse und politischen Vertretern übergeben die Teltower die ersten Kunststoffverschlüsse, die Teltower Bürger seit Jahresbeginn für eine französische Hilfsaktion gesammelt haben. Fast ein Kubikmeter Kunststoff symbolisierte so publikumswirksam eine neue Form der Solidarität über den Grenzen hinweg. Teltow ohne Grenzen!

Und es wird weiter gesammelt…

Den Sonntag nutzten dann die Teltower Gäste für unterschiedliche Aktivitäten: Während Hans-Jürgen Brauer auf den Anhöhen von Etretat Eindrücke und Stimmungen mit Stift und Pinsel einfing, besichtigten andere die Altstadt Rouens, die Abtei Montivilliers oder auch die Pissaro-Ausstellung im Museum von Le Havre. Erst der unwiderstehliche Ruf eines Fischer-Restaurants direkt am Strand von le Havre vermochte es, Gäste und Gastgeber rund um ein unvergessliches Abschiedsessen zu vereinen.

 

Teil II – Anke Doepgen bereichert den Michaelis-Markt zu Żagań

 

Dziękuję Anke! Ob auf deutsch oder auf polnisch, so lautete es unisono aus allen Kehlen an diesem Freitagabend im Großen Żagańer Schloss. Danke, Anke!

Die Kleinmachnower Künstlerin hatte alle Widrigkeiten – auch Kilometer lange Staus – überwunden, um dem kulturversierten Publikum unserer polnischen Partnerschaft ihre neuesten Werke zu präsentieren. Den passenden Rahmen bot der just in der gleichen Stunde beginnende Michaelis-Jahrmarkt, mit anderen Worten das größte Volksfest Żagańs.

Die erfrischenden, oft großformatigen Werke der jungen Malerin haben nun in einem stark frequentierten Prunkzimmer des majestätischen Schlosses einen würdigen Ort gefunden, in welchem sie den Meter hohen Raum mühelos erfüllen. Und die Vernissage bot gleichzeitig die ideale Gelegenheit, den frisch gewählten Bürgermeister Daniel Marchewka näher kennen zu lernen.

Die Lichter der Stadt und des rauschenden Festes lockten anschließend alle Anwesenden in die vollen Straßen der Altstadt und der Abendregen verwandelte die elektrischen Punkte in ein feerisches Meer bunter und beweglicher Eindrücke.

Der Kontrast hätte also am Sonnabend früh nicht größer sein können: lockere Bewölkung und wärmender Sonnenschein begleiteten unsere Delegation auf einer unvergesslichen Stadtbesichtigung. Unter der fachmännischen Leitung unseres langjährigen Freundes und Stadtchronisten Marian Swiatek führte der Weg durch die große Bibliothek, die Augustiner-Klosterkirche sowie auf den Aussichtsturms der ehemaligen evangelischen Gnadenkirche.

 

Teil III – Kein Pöttkes- und Töttkenmarkt ohne Rübchentorte

 

Eine weitere Tradition in den partnerschaftlichen Beziehungen der Stadt Teltow besteht darin, dass immer an dem mittleren Wochenende des Monats September mehrere Partnerstädte besondere Ereignisse gleichzeitig zu feiern haben. Und so ergab sich in diesem Jahr wieder einmal, dass unsere erste Delegation noch in Żagań verweilte, während sich schon die zweite auf dem Weg zum traditionellen Handwerkermarkt nach Ahlen befand. Der Auftakt dieser Tour fand mitten in der Nacht beim Bäcker Neuendorff statt. Dort galt es zunächst, eine großformatige Rübchentorte mit dem Emblem des Vereins „Teltow ohne Grenzen“ in Empfang zu nehmen. Etwa 431 km und 4 Stunden später wurde das wohlschmeckende Stück unter strömendem Regen vom Landrat des Kreises Warendorf angeschnitten und die Gabe des Teltower Vereins unter den Ahlener Bürgern verteilt – ein mittlerweile mehrere Jahre alter traditioneller Akt zur Eröffnung des Pöttken- und Töttkenmarktes.

Am Stand des Ahlener Partnerschaftsvereins holten sich die Ahlener Bürger pausenlos Informationen über die Partnerschaftsarbeit, wobei dieses Jahr der Schwerpunkt bei der luxemburgischen Stadt Differdingen lag. 2014 oder 2015 soll dann Teltow die gleiche Hauptrolle spielen.

Hatte die Rübchentorte den Start in den Festtag maßgeblich mitgestaltet, so wurde es am Ende des Tages unserem Altmeister, dem Stahnsdorfer Heinz Böhm gegönnt, die Hauptrolle zu übernehmen. Er war es, der die meisten Tombolalose gekauft hatte, unter anderen mit den Glücksnummern 10,11, 12, 14 und 15. Der Hauptgewinn versteckte sich indes hinter der … 13!

Nach einem prächtigen Abschiedsessen im ständig wachsenden Kreise der Ahlener Vereinsmitglieder machten sich die Teltower auf den Weg nach Hause mit einer ernst zu nehmenden Botschaft: Die Ahlener kommen, und zwar spätestens zum Kirschblütenfest!

 

Teil IV – Nun ist aber Teltow dran

 

Der Reigen 2013 der Festlichkeiten endet in Teltow: wie jedes Jahr braucht Teltow nur das Wort „Stadtfest“ in den Mund zu nehmen. Und schon reisen Freunde aus Ahlen, Gonfreville und Żagań an. Ein weiteres, nicht unwesentliches Argument ist in diesem Jahr sicherlich die Tatsache, dass der polnischen Malerin Alicja Wolska eine Ausstellung im Bürgerhaus gewidmet sein wird. Ausgerechnet mitten im Festgeschehen, am 5. Oktober um 11 Uhr, wird ihre Gemälde-Ausstellung eröffnet. Alicja Wolska ist übrigens hier in Teltow keine Unbekannte: sie leitet nämlich schon lange in Żagań die Geschicke des Partnerschaftsvereins „Żagań ohne Grenzen“. Auf unsere polnischen, französischen und deutschen Gäste wartet ansonsten ein reichhaltiges Begleitprogramm vom Teltower Industriemuseum bis hin zu einer Dampferfahrt durch die Berliner Innenstadt.

Die Presse berichtet: Blickpunkt

 

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