Über Städtepartnerschaften – Rolf Massin stellt sein neues Buch vor

Alain Gamper (l.) mit Rolf Massin

Alain Gamper (l.) mit Rolf Massin

Zu einer nicht alltäglichen Veranstaltung lud der Verein „Teltow ohne Grenzen“ am 25. November zu „Mc Hartung“ in Ruhlsdorf ein, wo allmonatlich die Mitgliederversammlungen bzw. Stammtisch-Treffen seiner Mitglieder stattfinden.

An jenem Abend hatten sie Dr. Rolf Massin zu Gast. Der Autor des Buches „Der Weg zum Miteinander“ machte gern Station in Teltow, denn für den darauf folgenden Tag war er als Gast des Vereins deutsche Sprache e.V. ins Rote Rathaus in Berlin geladen, wo er sein Werk vorstellen sollte. Die Teltower bekamen also vorab in den Genuss einer Lesung.

Zwei Jahre lang hatte Massin, der Ehrenvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung europäischer Städtepartnerschaften ist, für das Buch recherchiert und Interessantes zur Entwicklung von Städtepartnerschaften zusammengetragen. „Aus den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges begannen sich in den 50er Jahren, wenn auch zögerlich, Kontakte zwischen Deutschland und Frankreich anzubahnen. Aus dem ‚Erbfeind‘, (ennemi héréditaire) wie es Generationen von Deutschen und Franzosen in der Schule lernten, wurden Menschen, die sich füreinander zu interessieren begannen. Damit war der erste Schritt zur Verständigung getan“ erläuterte er.

In seinem Buch greift er immer wieder auf das Beispiel der nordrhein-westfälischen Stadt Schwerte zurück, die Partnerschaften in Frankreich, Russland, Polen, Finnland, Italien und Großbritannien unterhält. Von den Episoden aus Anbahnung und Verlauf von Partnerschaften gab er einige Kostproben.

Stolz sind die Teltower darauf, dass auch eine Aktion von ToG als Beispiel für innovative Ideen Aufnahme in das Werk gefunden hat: die Trabi-Tour 2003 nach Gonfreville.

Rolf Massin: „Der Weg zum Miteinander“, anno-Verlag 2014, 284 S. Paperback, ISBN 978-3-939256-19-9, 12,95 Euro

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Oktober mit Teltows Partnern

Zwischen dem 3. und dem 5. Oktober wurden alle drei Partnerstädte Teltows auf unterschiedliche Art und Weise geehrt.

Bierfass1Beim Bieranstich zu Beginn des Stadtfestes waren bereits Delegationen aus Gonfreville l’Orcher und aus Ahlen anwesend. Das strahlende Wetter motivierte uns bald zu einem ausgedehnten Rundgang auf dem Festgelände. Selbstverständlich legten wir auch mehrere Pausen ein, um die verschiedenen flüssigen sowie nicht flüssigen Angebote und Spezialitäten ausgiebig zu kosten. Und so wurde es im Nu spät genug, um die Privatquartiere zu belegen und den Abend gemeinsam mit den jeweiligen Gasteltern ausklingen zu lassen.

IMG_1324Am Sonnabend traf man sich ausgeruht am Ahlener Platz, wo bislang lediglich zwei Schilder die Entfernung nach Gonfreville und Ahlen verkündeten. Jetzt war es an der Zeit, die bestehende Lücke zu schließen.Es wurde also das neue Hinweisschild zur polnischen Partnerstadt offiziell enthüllt, mit welchem unsere Verwaltung Erfinderqualitäten bewies, schuf sie doch gleich eine neue deutsch-polnische Schreibweise: Aus dem polnischen „Żagań“ und dem deutschen „Sagan“ ergab sich die Wortschöpfung „Zagan“.

 

IMG_1400Nach diesem kurzen offiziellen Akt konnten wir uns dem Thema des Wochenendes widmen: dem Fall der Mauer vor 25 Jahren. Unsere bunt gemischte Gruppe aus Franzosen und Deutschen fuhr zunächst zur Gedenkstätte Bernauer Straße. Dort sorgten die gezeigten Mauerelemente und die übrigen Exponate für nicht enden wollenden Gespräche. Und so mussten die Zeitzeugen aus unseren Reihen den ganzen Tag lang Rede und Antwort stehen

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. Ein weiterer Höhepunkt war dann die Besichtigung der Ausstellung im Tränenpalast der Friedrichsstraße. Kein Wunder, wenn am Ende eines solch vollen Tages nicht nur die Beine schwer waren sondern auch die Köpfe noch lange rauchten.

IMG_1479Der Sonntag begann mit einem doppelten Paukenschlag: innerhalb kürzester Zeit wurden gleich zwei Ausstellungen eröffnet, die von „Teltow ohne Grenzen“ initiiert, realisiert und kuratiert wurden.  Zwei sehr unterschiedliche Ahlener Künstler hatten das Beste aus ihrem jeweiligen Wirken nach Teltow gebracht. Neben den größtenteils abstrakten und recht beeindruckenden Werken des Franz-Josef Kosel im Bürgerhaus erwarteten uns im Rathaus die detailreichen und farbenfrohen Stadtansichten aus der Hand Martin Hatschers.

Maler Hatscher         IMG_1486          Maler Kosel

Da kann sich Teltow nur freuen, dass seine ersten Postkarten mit Teltow-Motiven bereits zu haben sind.

SteleKopie von Ceckpoint BravoDer Sonntagnachmittag stand wieder unter dem Motto „Mauer und Mauerfall“. Erst führte unser Weg zum Museum im so genannten Kommandantenturm am ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Und wieder einmal sahen sich unsere Teltower Mitglieder den unterschiedlichsten Fragen ausgesetzt.

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Anschließend begab sich unsere Truppe noch zum „Panzerdenkmal“, das in seinem rosa Anstrich für etliche erstaunte Gesichter sorgte.
Auf Wunsch unserer Gäste machten wir noch einen Abstecher zum Teltower Friedhof, um unseren langjährigen Mitgliedern Gisela Greiner und Horst Lübeck die Ehre zu erweisen.
Nun wäre es beinahe überflüssig zu erwähnen, dass nach einem derart bewegenden Wochenende das Abschiedsessen im Restaurant Kālidāsa eine weitere Gelegenheit bot, sich ausführlich mit Themen rund um Ausgrenzung, Intoleranz, Gesellschaftsformen, modernen Terrorismus und noch mehr zu befassen.
Mögen Austauschbeziehungen und gemeinsame Erfahrungen immer so intensiv sein!

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Frauke Schmidt-Theilig in Ahlen

Ausstellung Ahlen 19092014Am 18. September eröffnete Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller die Ausstellung „Ansichtssache“ der Teltower Künstlerin Frauke Schmidt-Theilig  in der Ahlener Stadtbücherei.

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Einen Bericht der „Ahlener Zeitung“ dazu finden Sie hier. Des Weiteren hat unser Mitglied Eberhard Derlig einen kurzen Film über die Vernissage gedreht, den Sie sich hier ansehen können.

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Rübchen zum Pöttkes- und Töttkenmarkt

Text: Anne Schreiber und Manuela Kuhlbrodt

Fotos: Manuela Kuhlbrodt +++

GruppenbildWie jedes Jahr im September fand der Pöttkes- und Töttkenmarkt statt, dieses Jahr zum 38. Mal. Doch bevor wir überhaupt starten konnten, musste erst einmal die obligatorische Teltower Rübchentorte vom Bäcker Neuendorff abgeholt und sicher im Kofferraum verstaut werden. Pünktlich um 5 Uhr ging es los. Wir machten uns auf den Weg, um nach vier Stunden Fahrt Ahlen zu erreichen.
In Ahlen angekommen, trennten sich die Wege der Teltower erst einmal. Man fuhr entweder in die Gastfamilien oder machte sich schon auf den Weg zum Markt.

AnschnittDoch lange konnten wir die Pause nicht genießen, denn um 11 Uhr musste die Rübchentorte am Stand des Ahlener Städtepartnerschaftsvereines sein, um nach der offiziellen Eröffnung des Marktes durch den Ahlener Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und den Landrat des Kreises Warendorf Dr. Olaf Gericke angeschnitten zu werden.

Wie jedes Jahr fand sie sofort reißenden Absatz.
Nun waren erst einmal alle wichtigen Termine erledigt und wir Teltower konnten gemütlich über den Markt schlendern und regionale Produkte probieren.

      
Am Abend trafen sich Mitglieder des Vereins ToG und des Ahlener Partnerschaftsvereins bei der Künstlerin Christa Schwab zum gemütlichen Beisammensein.

Feier-Abend 1        Bei Christa        Feier-Abend
Am Sonntagmorgen trafen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück in den Gastfamilien vor der Metallfirma Renner, die Gebrauchsgegenstände aus Metall fertigt und verzinkt.

Ausstellung1           Kunstobjekt           Kunstausstellung

In der Werkhalle ist seit kurzem eine ungewöhnliche Ausstellung zu bestaunen – ja, wirklich zu bestaunen, denn sie ist anders als was man sonst so kennt. Sämtliche Kunstobjekte bestehen aus Metallteilen, Metallresten oder Abfall. Mehrere Künstler haben sich zusammengeschlossen und ihrer Phantasie und Schöpferkraft freien Lauf gelassen.

                                    Diva                                         Zwei Kunstobjekte

Einen winzigen Eindruck davon vermitteln die Fotos. Jedenfalls passen das Werkhallenambiente und die Kunstobjekte ganz toll zusammen. Das wäre sicher auch für Teltow interessant. Auf dem Rückweg nach Teltow war die Ausstellung jedenfalls noch eine ganze Weile Gesprächsthema.

 

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Fête de la Ville

Stadtfest in Gonfreville

Text und Fotos: Manuela Kuhlbrodt +++

AusstellungDas ältere Ehepaar ist schon fast an dem Stand vorüber, den eine deutsche, eine französische und eine polnische Fahne schmücken, als die Frau stehen bleibt. Ihr Blick ist auf ein großes Bild gefallen, das einen zerstörten Turm zeigt. Sie zögert einen Moment, geht näher heran, betrachtet ihn genauer, dann winkt sie ihren Mann heran. Gemeinsam besichtigen sie nun auch die anderen Motive der Mini-Ausstellung. Ein paar Minuten später sind die beiden in ein lebhaftes Gespräch mit den Betreuern des Standes vertieft…

Auf der Fête de la Ville, dem Stadtfest in der normannischen Partnerstadt Gonfreville l‘Ocher, gestaltete der Verein das aktuelle Thema „25 Jahre Mauerfall“. Die Bilder des Teltower Malers Hans-Jürgen Brauer sprachen für sich, so dass die Sprachbarriere zwischen Vereinsmitgliedern und interessierten Festbesuchern gering blieb. Wo nötig, sprangen der Vorsitzende Alain Gamper und Malte Goetz ein, der innerhalb eines Schüleraustausches ein Jahr lang das regionale Gymnasium in der Nähe von Gonfreville besucht hatte. Die Teltower freuten sich über die große Anteilnahme an diesem Ereignis der deutsch-deutschen Vergangenheit und waren erstaunt, wie gut die Franzosen darüber Bescheid wussten. – Jenes Ehepaar gehört übrigens zu den Zeitzeugen. Es erlebte die Öffnung der Mauer hautnah, weil es sich im November 1989 zu Besuch in Ost-Berlin aufhielt. Die Bilder hatten alte Erinnerungen wachgerufen.

Der Sonntagvormittag galt der Erinnerung an ein lokales Ereignis, der Befreiung Gonfrevilles durch die Alliierten am 3. September 1944. Aus diesem Anlass wird alljährlich eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Toten beider Weltkriege abgehalten. Zum 70. Jahrestag waren dazu Vertreter der Stadt Teltow in der französische Partnerstadt anwesend.

Kranzniederlegung            Gebinde

Beate Rietz, 1. Beigeordnete und Stellvertreterin des Bürgermeisters, legte einen Kranz nieder, die Vorsitzenden der beiden Städtepartnerschaftsvereine gemeinsam ein Blumengebinde.

Gastgeschenk1Den sich anschließenden Empfang beim Bürgermeister Jean-Paul Lecoq nutzten die Teltower, um ein Gastgeschenk an die Bürger der Stadt zu übergeben.Eine Zeichnung der Kirche St. Erkonwald im Zentrum der Stadt. Der Verein hatte das 2013 von Hans-Jürgen Brauer vor Ort gezeichnete Motiv erworben, weil es dem Anlass entsprechend passend schien. „Ohne den Mauerfall hätten die Teltower Bürger nicht die Möglichkeit gehabt, zu reisen und ihre Partnerstadt kennenzulernen“, betonte Alain Gamper, noch einmal auf die weitreichende Bedeutung des deutsch-deutschen Ereignisses verweisend.

 

LindeDen Nachmittag verbrachten die deutschen Gäste beim Fischerfest in der nahe gelegenen Hafenstadt Le Havre. Bevor sie sich Montagfrüh auf die 13-stündige Rückfahrt begaben, wurde ein Abschiedsfoto auf einem der Kreisverkehre in der Stadt gemacht.

Aus der Linde, die die Teltower dort vor Jahren pflanzten, ist inzwischen ein stattlicher Baum geworden. Gut gediehen wie die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Teltow und Gonfreville.

 

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Ahlener Stadtfest 2014

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Die Stadt Ahlen feierte dieses Jahr ihr Stadtfest am letzten Juni-Wochenende. Auf Einladung des Ahlener Partnerschaftsvereins reisten folglich am Freitag, dem 27. Juni, Delegationen aus allen vier Partnerstädten Ahlens ins Münsterland. Aus Teltow waren es sechs Mitglieder unseres Vereins.

Empfangen wurden wir vom Bürgermeister Benedikt Ruhmöller persönlich, der die Eröffnung des Festes zum Anlass nahm, ein Fass Bier anzuzapfen.

Exif_JPEG_PICTUREBegleitet wurde er dabei schwungvoll und lautstark vom Bläserensemble aus der oberbayerischen Partnerstadt Penzberg.
Exif_JPEG_PICTUREDer allmählich einsetzende Regen erwies sich als zu schwach, um die Stimmung in der Ahlener Stadtmitte zu beeinträchtigen. Das Programm auf und neben den verschiedenen Bühnen erstaunte ein Mal mehr durch seine Vielfalt und seine durchweg hohe Qualität. Auch vor dem frisch renovierten Heimatmuseum gab es Musik und Spiele, und das sogar im Schutz eines großen Zeltdachs. Kein Wunder, dass der Abend auch hier recht lange dauerte!

Für den Sonnabend hatten unsere Ahlener Freunde ein volles Programm vorgesehen. Kern unseres Vormittags-Rundgangs war die Zeche Westfalen beziehungsweise, das, was aus der Zeche 14 Jahre nach ihrer Schließung geworden ist. Dafür hatten unsere Gastgeber Hermann Huerkamp, Leiter der Entwicklungsgesellschaft, bemüht, der uns Stunden lang fachmännisch und detailliert informierte.

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Wir durften zunächst Boliden der Oberklasse in Augenschein nehmen. Bei einem Besuch der Tuning-Firma EDO Competition erfuhren wir, wie aus Fahrzeugen, die vom Werk aus „nur“ ein paar hundert PS haben, solche werden, die auf den Rennpisten dieser Welt eine echte Siegeschance haben.

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Exif_JPEG_PICTUREUnser Weg führte uns anschließend zum Projekt „Phänomexx“, einer Einrichtung, die sich vornimmt, den Schulunterricht in naturwissenschaftlichen Bereichen mit Experimentierstationen zu ergänzen. Für Lehrer ein willkommenes Fortbildungsangebot, für Schüler der 3. bis 7. Klassen eine wunderbare Chance, den Unterrichtsstoff mit Spaß zu erfassen und aufzuarbeiten. Hier könnte sich eine Partnerschaft zu unserem Industriemuseum entwickeln. Fortsetzung folgt.

Am Nachmittag dann statteten wir der benachbarten Stadt Münster einen Besuch ab. Und auch als es wieder anfing zu regnen, genossen wir dank der Führung unserer treuen Freundin Mechthild Massin einen hochinteressanten Rundgang durch die prächtige Innenstadt, den Prinzipalmarkt und den Dom.

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Den Abend in der Ahlener Altstadt nutzten wir für weitere Gespräche mit unseren Freunden des Partnerschaftsvereins aus. Und so entstanden wieder einmal zahlreiche Projektideen, die das Leben der Partnerschaft in den kommenden Monaten und Jahren weiter bereichern werden.

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Radtour zur Partnerstadt Żagań

Unsere gemischte deutsch-polnische Radlergruppe auf dem Weg nach Żagań

Unsere gemischte deutsch-polnische Radlergruppe auf dem Weg nach Żagań

Nach langer Vorbereitung konnte am Himmelfahrtstag die Radtour in die polnische Partnerstadt Żagań starten.

Mit acht Radlern, darunter einer Frau ging es vom S-Bahnhof Teltow los. Leider vermisste ich den Bürgermeister zur Verabschiedung – und auch ToG-Mitglieder. Das Wetter war mit 12 Grad nicht angenehm, aber man nutzte das Zwiebelprinzip und konnte dem Wetter somit trotzen.

Das erste Ziel war Neu-Lübbenau im Unterspreewald.

Die erste Herberge im Stroh war natürlich eine Herausforderung, denn so dicht aneinander im Hühnerstall zu schlafen, wo doch manche das Schnarchen nicht abstellen konnten, das war einigen recht ungewohnt. Aber Männer schnarchen, um Frauen nachts vor wilden Tieren zu beschützen! Die Verpflegung war gut, vor allem waren die Brötchen die leckersten auf der Tour.

Der 2. Tag bescherte uns den Sonnenschein und es ging in Richtung Guben. Die Landstraßen waren wenig von Autos befahren. Wo Radwege waren, benutzten wir diese auch. Eine Unaufmerksamkeit brachte uns einen Umweg von ca. 6 Kilometern ein. Die erste Rast in Jamlitz war super, auf dem Hinterhof wurden Tische und Stühle für uns parat gestellt, obwohl eigentlich 10 Minuten später die Mittagsruhe dort anstand. Man hat eben ein Herz für Radler!

Danach kam die schönste Route der Etappe und es ging durch die Heide. Man dachte fast, das gibt es nur in der Lüneburger Heide. Ein Abstecher zum Findlingspark wurde demokratisch abgestimmt und war doch sehr sehenswert. Dicke Wolken schreckten uns nicht ab weiterzufahren, doch während der letzten 4 Kilometer musste es noch beginnen zu tröpfeln. Allerdings kamen wir doch noch ziemlich trocken im Landgasthaus an.

Die 3. Etappe führte uns nach Polen. Nach gut 5 Kilometern fuhren wir in Guben bei bestem Sonnenschein über die Grenze und wurden an der ersten Tankstelle von einer polnischen Delegation erwartet, die uns auf dem Weg nach Żagań begleitete. Ich war erstaunt, denn es waren so viele Frauen und nur ein Mann mit den Rädern.

Nach einer netten Begrüßung und Streckenbesprechung ging es auch bald los. Wir überreichten noch bedruckte Westen: So waren wir einheitlich erkennbar. Jetzt waren wir 18 Radler und unser Begleitfahrzeug immer in unserer Nähe.

Wir fuhren auf der Landstraße, doch der Verkehr war erträglich und wir konnten ohne Pannen und Stürze sicher das Ziel Żagań erreichen, wo wir am Schloss erwartet wurden.

Nach Ansprache von Bürgermeister Daniel Marchewka gab es für jeden Teilnehmer ein Gastgeschenk. Das war eine nette Geste.

Der gemütliche teil des Tages war dann der Abend am Lagerfeuer. Mit leckerer Grillwurst und stimmungsvollen Liedern unterhielten uns die Gäste. So gut man konnte, wurden Gespräche geführt, manchmal mit Händen und Füßen.

Nach einem leckeren Frühstück gab es noch ein Kulturprogramm, zunächst rund um die Klosterkirche. Da kamen wir in Räume, die sonst nicht zu betreten sind. Das Schloss war auch sehenswert. Viele Räumlichkeiten sind bereits renoviert. Und zum Schluss besichtigten wir ein Kriegsgefangenenlager vom 2. Weltkrieg. Dieses stimmte uns nachdenklich, da wir den Krieg nicht erlebt haben, seit fast 70 Jahren in Frieden leben und das unseren Kindern und Enkeln ebenfalls wünschen.

Text: Bodo Kotzomb

Foto: Barbara Kamińska

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Europawahl 2014: So wählten die Partnerstädte

Bei den Europawahlen am 25. Mai 2014 wurde die konservative Europäische Volkspartei (EVP) trotz deutlicher Verluste stärkste Kraft. Die EVP, zu der auch CDU und CSU gehören, kommt auf 214 Sitze. Die Sozialdemokraten verlieren ebenfalls und werden als zweitgrößte Fraktion 189 Abgeordnete ins Europaparlament entsenden. Die Liberalen werden als drittstärkste Fraktion mit 65 Abgeordneten vertreten sein. Europaskeptische Parteien sind in vielen Ländern auf dem Vormarsch. Doch wie stimmten Teltow und seine Partnerstädte in Deutschland, Frankreich und Polen ab? Ein Überblick.

 


Teltow (Brandenburg)

Europawahl 2014 TeltowWas den Vergleich mit den Europawahlen von vor fünf Jahren angeht, liegen die Teltower Ergebnisse mehr oder weniger im Bundestrend. Die SPD konnte sich von 25,6 % im Jahr 2009 auf 30,4 % deutlich verbessern und bleibt damit klar stärkste Partei in Teltow. Auf Rang zwei folgt die CDU mit 23,7 %, was eine leichte Verbesserung bedeutet. Größte Wahlsiegerin ist aber die AfD. Sie bekam aus dem Stand 9,0 % der Teltower Stimmen, was noch einmal deutlich mehr ist als der Bundesdurchschnitt.

Klare Verliererin ist wie überall in Deutschland die FDP. Sie stürzte von 10,8 % im Jahr 2009 auf nur noch 2,8 % ab. Ebenfalls auf der Verliererseite steht in Teltow die Linke. Obwohl sie in Gesamtdeutschland ihr Ergebnis von vor fünf Jahren verteidigen konnte, büßte sie in Teltow 4,9 % der Stimmen ein und kommt jetzt nur noch auf 12,9 %. Das entspricht dem landesweiten Trend in Brandenburg, wo die Linke 2009 noch stärkste Kraft geworden war und sich nun mit Platz drei zufriedengeben muss. Auch die Grünen mussten Verluste von knapp zwei Prozent hinnehmen, bleiben aber mit 11,3 % zweistellig. Continue reading

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Wir vermissen Gisela Greiner

Exif_JPEG_PICTUREDie kleine Friedhofskapelle am Weinbergsweg war am 23. Mai viel zu klein, um allen Anwesenden Platz zu bieten, die an der Trauerfeier teilnehmen wollten. Anfang des Monats hatte uns unsere Freundin und Beraterin Gisela Greiner nach einem langen und mutigen Kampf gegen ihre heimtückische Krankheit verlassen. Nun galt es, im Kreis ihrer Angehörigen, Freunde und Mitstreiter von ihr Abschied zu nehmen. Gekommen waren zahlreiche Trauergäste, und zwar nicht nur aus Teltow.

Neben Heinz Vietze, einem alten Freund aus DDR-Zeiten, der eine bewegende Grabrede hielt, waren auch etliche bekannte Gesichter, die vor einer längeren Anreise nicht zurückgeschreckt hatten. Aus der Partnerstadt Ahlen hatte es zum Beispiel Mechthild Massin für „unbedingt nötig“ gehalten, anwesend zu sein. Ebenso der ehemalige Vertreter der Frente Polisario in Deutschland, Jamal Zakari, der aus seinem aktuellen Amtssitz in Brüssel extra anreiste. Durch seine Anwesenheit – gemeinsam mit seinem Nachfolger Mohamed El Mamun – wollte Zakari Giselas enormen Verdienst unterstreichen, die sich unermüdlich für die in Teltow aufgenommenen Sahraoui-Kinder Jahr für Jahr eingesetzt hatte.

So wundert es auch nicht, dass in der Friedhofskapelle rund um Giselas Porträt etwa 80 Gestecke und Sträuße zu einem einzigen, gewaltigen Blumenmeer wurden.

Gisela war nicht etwa erst seit der Gründung des Vereins „Teltow ohne Grenzen“ in der Partnerschaftsarbeit aktiv. Schon Jahre zuvor, seit 1996 nämlich, war sie eine wesentliche treibende Kraft des früheren Partnerschaftskomitees gewesen. Wie oft hatte sie da schon ihre Tür aufgemacht und ihr Wohnzimmer zur Versammlungsstätte gemacht, damit die Komiteemitglieder überhaupt im Trockenen beraten können! Und Gisela war es auch, die immer vorausschauend und kritisch auf uns schaute. Nicht selten erhob sie einen mal lobenden, mal mahnenden Finger, um uns immer wieder vor Augen zu führen, dass sich ein Verein wie „Teltow ohne Grenzen“ nie dem eigenen Erfolg sondern immer nur dem allgemeinen Wohl unserer Mitbürger verpflichtet zu fühlen hat.

Gisela, wir werden Dich vermissen.

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Maifest mit französischen Partnern

Kaum waren unsere Ahlener Freunde nach Abschluss des Kirschblütenfestes nach Hause gefahren, schon meldeten sich in Teltow neue Besucher: Anlass war jetzt das Volksfest am 1. Mai im August-Mattausch-Bürgerpark.
Dank einer vorzüglichen Organisation seitens Petrus gab es lediglich einen kleinen erfrischenden Schauer zu Mittag. Ansonsten sorgte eine immer stärker strahlende Sonne für eine gelungene Feststimmung auf dem gesamten Gelände.

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Diverse Veranstaltungen auf und vor der Bühne sorgten bei Groß und Klein für pausenlose Unterhaltung und Kurzweile. Einen der Höhepunkte des Tages verdanken wir dem Besuch unseres Freundes Mohamed El Mamun Ahmed Brahim, Vertreter in Deutschland der Fronte Polisario.

Talkrunde Maifest

Talkrunde Maifest

In einer Talkrunde konnte er – gemeinsam mit Serge Le Bret (Vizepräsident des Partnerschaftskomitees aus Gonfreville l’Orcher) – die aktuelle Lage der Sarahoui-Flüchtlinge erläutern und seine Enttäuschung gegenüber der passiven UNO-Haltung zum Ausdruck bringen.

Am Stand unserer französischen Partner aus Gonfreville riss indes die Nachfrage nach den verschiedenen französischen Wein- und Käsesorten nicht ab.

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Nach diesem für alle Beteiligten anstrengenden Tag war am 2. Mai Entspannung angesagt. Eine kurze Fahrt mit dem günstigen Bus X1 führte die Gruppe aus Franzosen, Ahlenern und Teltowern nach Potsdam. Am Fortunaportal erwarteten uns Hans-Peter und Moritz Goetz. Unser Landtagsabgeordnete sorgte für einen lebhaften und fachmännisch kommentierten Rundgang durch das Haus des Brandenburgischen Volkes. Unterstützt wurde er dabei durch Moritz, der die Worte seines Vaters ins Französische übersetzte. Insgesamt eine reife Leistung unserer Gastgeber!

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So verging der Aufenthalt unserer Gäste wie im Fluge und alle Beteiligten waren sich sicher, nächstes Jahr wieder am Volksfest teilnehmen zu wollen.

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